Was war das nur für ein angenehmer Start in unseren Constanta-Trip: Das Victory-Shuttle holte uns in Klagenfurt ab und brachte uns bequem und schnell nach Wien. Wenn es doch nur so weiter gegangen wäre, wenn alles auch in Rumänien einigermaßen komplikationslos abgelaufen wäre, wenn nicht wieder so viel Unvorhersehbares vorgefallen wäre, wenn nicht wieder das meiste völlig verplant gewesen wäre …. dann würde es diesen Blog nicht geben und ich hätte auf der elendslangen Busfahrt durch den halben Ostblock nichts zu tun gehabt. Aber dazu später. Wie bereits erwähnt: eigentlich hat alles ganz normal begonnen…!
Nach einer langen, abwechslungsreichen Vorbereitung stand diesmal im April auf einmal schon der Saisonstart vor der Tür. Und wer uns Kärntner kennt, der weiß: „Bei uns gibt’s nur a Gas, und des is Vollgas“ (Buchanan Mitch 1997: „Mitch bei der Arbeit“. In: Life Guard [Herausgeber], „Meine besten Sprüche“, Hasseldorf: Lumenokia-Verlag, S. 198423 – 203677 > ein ziemlicher Wälzer). Deshalb dachten wir uns auch, wir beginnen die Saison heuer gleich mit einem FIVB-Open, einem Turnier der zweithöchsten Kategorie der Welt. Und damit es sich auch richtig auszahlt suchten wir uns das weit entfernteste Turnier des Jahres gleich zum Auftakt aus (wir dachten uns: dann haben wir die längste Fahrt wenigstens schon hinter uns! – dasselbe sagen wir immer, wenn wir in der AVL [österreichische Volleyball Bundesliga] gleich am Anfang nach Arbesbach müssen). Und weil man ja nur einmal im Jahr ein Saisonauftaktsturnier spielt entschieden wir uns dieses an einem für Beachvolleyball ganz besonderen Ort zu bestreiten: Im Land des Beachvolleyballs, in der Hauptstadt des Landes des Beachvolleyballs, am Hauptplatz der Hauptstadt des Landes des Beachvolleyballs. Am Brasilplatz (zu dramaturgischen Zwecken wurde der Name des Platzes von mir verändert) von Brasilia (die Stadt heißt wirklich so – kitschig oder? Bei uns wäre das Österreichia statt Wien! Naja!?!) in Brasilien.
Neues Jahr, Neue Reise, Neues Abenteuer, Neuer Blog! Schon unser erster Ausflug 2011 brachte wieder einige unvergessliche Momente mit sich. Alleine die Anreise zum B-Kader Nationalteam Trainingslager nach Teneriffa versprach aufregend zu werden. Der Flug mit unserer Zehntlieblingsfluglinie Ryanair ging nämlich ab Bologna. Also setzten wir uns freitagmorgens in unseren froschgrünen Teamflitzer und machten uns auf den Weg nach Venedig. Von dort aus sollte es mit dem Zug weiter gehen. Unser Auto versuchten wir in Venedig Mestre irgendwo in der Nähe des Bahnhofs zu verstecken. Auf Anhieb fanden wir einen Parkplatz genau vor einer Bar, die aussah, als wäre sie schon seit mehreren Jahren nicht mehr geöffnet gewesen. Kaum waren die Koffer ausgepackt und das Auto abgesperrt kam die Barbesitzerin und öffnete die Rollläden. Vor uns kam wie Phönix aus der Asche eine wunderschöne Bar zum Vorschein. Weil wir aber das Risiko lieben, ließen wir das Auto direkt vorm Bareingang stehen und hofften, dass es uns bei unserer Rückkehr dort unversehrt erwarten würde.
Kaum waren wir aus Griechenland zurück, mussten wir auch schon wieder die Koffer packen. Es folgte eine Reise ins Ungewisse zum CEV Satellite in Kiev Anfang Juli. Obwohl wir von der oft negativ behafteten Ukraine positiv überrascht wurden, entwickelte sich der Ausflug für uns in eine wahre Horrorwoche.
Ende Juni brachen wir auf zu einem kleinen Reisemarathon. Zuerst stand ein Turnier in Griechenland auf dem Programm, nach einem Tag zu Hause sollte es dann weiter gehen zu einem Turnier in der Ukraine und dann direkt weiter in die Schweiz zum Grand Slam in Gstaad. Wir hatten wie immer alles perfekt durchgeplant und machten uns so ohne Sorgen auf zu unserem nächsten Abenteuer. Die erste Etappe lautete Klagenfurt – Naxos – Klagenfurt.


















