Kärntens Nummer 1 im Beachvolleyball verlor gleich in der ersten Runde der Qualifikation beim Grand Slam in Gstaad und musste noch gestern Abend die beschwerliche Heimreise antreten., damit Robin wieder rechtzeitig zurück in der Kaserne sein konnte. Schon heute Morgen durfte er dort seine Sachen packen und nach Hause fahren. Sein Einrückungstermin konnte doch noch im letzten Moment auf Herbst verschoben werden. Somit können die We Fly High – Beacher beruhigt in die Zukunft schauen und freuen sich schon wieder auf die nächste Aufgabe, die Staatsmeisterschaft in Hartberg von 17. – 18. Juli.

Robin ist von seinem Oberst beim Bundesheer für die folgenden Tage Dienstfrei gestellt worden um am Grand Slam in Gstaad teilnehmen zu können. Sofort nach seiner Entlassung aus der Kaserne wird er sich gemeinsam mit Xandi auf den Weg in die Schweiz begeben. Sollten die zwei Kärntner in der am Mittwoch ausgetragenen Qualifikation scheitern, muss Robin sich umgehend wieder in der Kaserne einfinden bis geklärt ist ob eine Verschiebung des Grundwehrdienstes und eine Aufnahme ins Heeressportzentrum nun doch noch möglich ist. Die Entscheidung darüber fällt vorraussichtlich erst in den nächsten Tagen.

Kaum aus Rum zurück waren wir auch schon wieder weg und zwar auf dem Weg nach Polen zum FIVB Open in Myslowice. Dort hatte ich ja vor einigen Jahren schon einmal bei der U23 Europameisterschaft den 7. Platz erspielt. Ich wusste also in welch trostloser Gegend das Veranstaltungsgelände in der Südpolnischen Kleinstadt gelegen ist. Umso mehr freute ich mich auf das Turnier. Bei meinem ersten Mal in Myslowice regnete es außerdem pausenlos, diesmal gab es sogar schon Überschwemmungen vor lauter Regen. Also noch ein Grund zur Vorfreude für mich.

Die We Fly High – Beacher bekommen es in der ersten Runde um 13:30 mit den Italienern Tomatis/Ranghieri zu tun. In der zweiten Runde würden dann wahrscheinlich die Neuseeländer Lochhead/Pitman warten. Xandi ist mit der Auslosung durchaus zufrieden: “Italiener liegen mir. Sie sind zwar ein starkes Duo, aber ein Sieg ist auf jeden Fall möglich.” Tomatis spielt schon seit einigen Jahren auf der World-Tour und hat sich für diese Saison einen Monsterblocker aus der Halle geschnappt. Ranghieri spielte heuer für Ravenna in der A1 und macht auch auf dem Sand durchaus gute Figur. Der Schlüssel zum Erfolg wird das Service sein.

Robin freut sich vor allem über den Zeitpunkt des ersten Spieles: “Es sind 64 Teams in der Quali. Der Raster ist voll! Die ersten Spiele werden schon um 7:45 angepfiffen. Ich bin kein Frühaufsteher, deshalb freut mich die Auslosung. Außerdem bin ich froh das wir überhaupt antreten können!” Der junge Kärntner musste heute nach der vormittägigen Trainingseinheit nämlich schon einige Schreckensminuten überstehen. Wegen einer Rötung im Bauchbereich suchte er den Turnierarzt auf, der in darauf hin sofort ins Krankenhaus überwies. Die Krankenschwester dort erklärte uns dann, dass ein “littel animal” unter seiner Haut sitzt und es entfernt werden müsse. Nach wenigen Minuten war die Behandlung zu Ende und einem Start am morgigen Mittwoch stand nichts mehr im Weg.

 

Schon vor Turnierbeginn waren Xandi Huber & Robin Seidl beim FIVB Grand Slam in Rom quasi ausgeschieden. Um einen Platz rutschten sie nicht in den Qualifikationsbewerb und wurden so zum Zuschauen verdammt. Die verbleibende Zeit in Rom nutzen die zwei Kärntner zum Trainieren mit internationalen Teams um sich so optimal für das erste nationale Antreten vorzubereiten. Bereits am Freitag werden sie dann zum A-Cup nach Rum in Tirol anreisen, wo sich Xandi in der Vergangenheit bereits zweimal den Turniersieg sichern konnte.

Verständlich, dass Xandi gut vorbereitet zum Turnier nach Rum reisen möchte. Immerhin hat er einen zweiten Platz aus dem letzten Jahr zu verteidigen. Außerdem möchte er endlich den Hattrick perfekt machen. Nach zwei Siegen in Rum 2007 und 2008 scheiterte er 2009 im Finale an der brasilianischen Paarung Thiago/Jan. Robin konnte letzten Sommer auf nationaler Ebene einen B-Cup für sich entscheiden und zweimal in ein Finale eines A-Cups einziehen. Auf seinen ersten A-Cup Turniersieg wartet er aber noch.

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