Kaum aus Rum zurück waren wir auch schon wieder weg und zwar auf dem Weg nach Polen zum FIVB Open in Myslowice. Dort hatte ich ja vor einigen Jahren schon einmal bei der U23 Europameisterschaft den 7. Platz erspielt. Ich wusste also in welch trostloser Gegend das Veranstaltungsgelände in der Südpolnischen Kleinstadt gelegen ist. Umso mehr freute ich mich auf das Turnier. Bei meinem ersten Mal in Myslowice regnete es außerdem pausenlos, diesmal gab es sogar schon Überschwemmungen vor lauter Regen. Also noch ein Grund zur Vorfreude für mich.

Xandi & Robin müssen sich beim FIVB-Open in Myslowice (POL) bereits in der ersten Runde den Italienern Tomatis/Ranghieri klar mit 0:2 geschlagen geben. In einer hektischen Partie bei Regenfall laufen sie in beiden Sätzen von Beginn an einem Rückstand hinter her und können dem Druck der Gegner nicht standhalten. Die Enttäuschung war Xandi nach dem Spiel  anzumerken: “Das war ein riesen Schritt zurück. Heute ist uns gar nichts gelungen. Mit so einer Leistung können wir auch beim A-Cup nicht bestehen! Aber solche Tage gibts leider. Der Regen war für uns wieder ein Fluch und kein Segen! Jetzt müssen wir schauen, dass wir schnell wieder fit werden und schon am Wochenende wieder Siege einfahren können.”

Die We Fly High – Beacher bekommen es in der ersten Runde um 13:30 mit den Italienern Tomatis/Ranghieri zu tun. In der zweiten Runde würden dann wahrscheinlich die Neuseeländer Lochhead/Pitman warten. Xandi ist mit der Auslosung durchaus zufrieden: “Italiener liegen mir. Sie sind zwar ein starkes Duo, aber ein Sieg ist auf jeden Fall möglich.” Tomatis spielt schon seit einigen Jahren auf der World-Tour und hat sich für diese Saison einen Monsterblocker aus der Halle geschnappt. Ranghieri spielte heuer für Ravenna in der A1 und macht auch auf dem Sand durchaus gute Figur. Der Schlüssel zum Erfolg wird das Service sein.

Robin freut sich vor allem über den Zeitpunkt des ersten Spieles: “Es sind 64 Teams in der Quali. Der Raster ist voll! Die ersten Spiele werden schon um 7:45 angepfiffen. Ich bin kein Frühaufsteher, deshalb freut mich die Auslosung. Außerdem bin ich froh das wir überhaupt antreten können!” Der junge Kärntner musste heute nach der vormittägigen Trainingseinheit nämlich schon einige Schreckensminuten überstehen. Wegen einer Rötung im Bauchbereich suchte er den Turnierarzt auf, der in darauf hin sofort ins Krankenhaus überwies. Die Krankenschwester dort erklärte uns dann, dass ein “littel animal” unter seiner Haut sitzt und es entfernt werden müsse. Nach wenigen Minuten war die Behandlung zu Ende und einem Start am morgigen Mittwoch stand nichts mehr im Weg.

Xandi & Robin sind in Polen angekommen. Kurz vor Sonnenuntergang haben sie auch noch ihre erste Trainingseinheit in dieser Woche eingelegt. Im strömenden Regen haben sie am Parkplatz vor dem Hotel ein paar Bälle hin und her gespielt. Morgen steht noch ein Abschlusstraining (diesmal auf Sand) am Programm ehe es am Mittwoch für die Jungs dann in der Qualifikation los geht. Die Bedingungen in Polen sind erschreckend. Zahlreiche Überschwemmungen und Dauerregen haben die Plätze ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem freuen sich die We Fly High – Beacher schon auf ihr zweites World-Tour Turnier der Saison!

Xandi Huber erreicht zum vierten Mal in Serie das Finale beim größten A-Cup Österreichs. Gemeinsam mit Partner Robin Seidl muss er sich nur der aktuellen Nummer 7 Brasiliens Ferramenta/Merses zweimal geschlagen geben. Er ist mit dem Saisonauftakt auf nationaler Ebene mehr als zufrieden: „Wir haben alle österreichischen Teams und die Tschechen aus dem Weg geräumt, nur an den Brasis sind wir wieder einmal gescheitert. Schade, im ersten Spiel konnten wir sie an den Rand einer Niederlage bringen. Jetzt geht’s hochmotivert weiter nach Polen zum FIVB-Open, wo wir in der Quali ran müssen.“