Xandi Huber & Robin Seidl holten gestern zum ersten Mal in der Geschichte des österreichischen Beachvolleyballs den Herren-Staatsmeistertitel nach Kärnten. Nach drei Silbermedaillen 2008, 2009 und 2010 durfte sich Xandi nun endlich über Gold freuen. Robin konnte damit schon bei seiner erst zweiten Staatsmeisterschaft den Titel holen! Mit einer sensationellen kämpferischen Leistung konnten die beiden die Favoriten Doppler/Mellitzer im Turnierverlauf zwei Mal mit 2:1 niederringen und sich verdient die Meisterkrone aufsetzen. Das Finale gegen die ehemaligen Vizeeuropameister entschieden sie mit 21:18, 19:21 und 15:12 für sich! Den zwei jungen Kärntnern bleibt aber nicht viel Zeit zum Feiern. Schon am Mittwoch startet für sie die Vorbereitung für den Continental-Cup Ende September!
Als Nummer 3 des Turniers starteten Xandi & Robin am Freitag in ihre zweiten gemeinsamen Staatsmeisterschaften. Schon die ersten beiden 2:0 Siege gegen Burkhart/Rinner und Streitfellner/Berger zeigten, dass die Kärntner in Topform nach Marchegg angereist waren. Im Viertelfinale kam es dann zum ersten Aufeinandertreffen mit Doppler/Mellitzer. In Satz Nummer 1 noch chancenlos, fanden Huber/Seidl über den Kampf zurück ins Spiel und drehten die Partie. Mit einem 2:1 (-16, 19, 9) zogen sie ohne Niederlage ins Halbfinale ein und schickten die großen Favoriten in den Loser-Pool. Im Semifinale gegen Eglseer/Koraimann waren dann die zwei Kärntner in der Favoritenrolle. In einer wahren Hitzeschlacht mit zahlreichen spektakulären Ballwechseln konnten sie sich am Ende mit 2:1 (17, -19, 6) durchsetzen. Im Finale warteten wieder Doppler/Mellitzer, die auf eine Revanche brennten!
Mit einer fehlerfreien Leistung holten sich Xandi & Robin den ersten Satz mit 21:18. Auch im zweiten Satz lagen sie lange in Führung und hatten Chancen den Sack zuzumachen, mussten aber mit 19:21 den Satzausgleich hinnehmen. Im dritten Satz erwischten sie einen schlechten Start, konterten aber sofort und setzten den Dopplereuropameister Clemens Doppler gehörig unter Druck. Dieser kassierte daraufhin beim Stand von 5:5 drei rote Karten. Zwar ließen sich die Kärntner dadurch kurz aus dem Konzept bringen, sie fingen sich aber sofort wieder und bauten die Führung aus. Beim Stand von 14:12 verwerteten sie dann ihren dritten Matchball zum Titelgewinn. Für Xandi ging damit ein Traum in Erfüllung: „Drei Mal hatte ich schon die Chance im Finale. Drei Mal bin ich knapp gescheitert. Endlich hat es geklappt. Ich bin überglücklich und stolz! Jetzt darf ich mich Meister nennen, das ist schon ein geiles Gefühl!“
Auch der 21-jährige Robin hatte vom Vorjahr schon Silber zu Hause und wollte die Sammlung auf jeden Fall aufstocken: „Ich wusste, dass wir Medaillenchancen haben. Mein Ziel war es erst einmal das Halbfinale zu erreichen und dann von Spiel zu Spiel zu denken. Der Plan ging voll auf! Ich finde es einfach nur genial, dass wir hier zwei Mal gegen Doppler/Mellitzer gewonnen haben. Wir haben wirklich ein gutes Turnier gespielt und freuen uns sehr über die Goldene! Ich hätte nie gedacht, dass ich in meiner dritten richtigen Beachvolleyballsaison schon den Staatsmeistertitel holen kann.“ Partner Xandi ist ebenfalls begeistert von der Abgezocktheit des jungen Veldeners: „Obwohl wir um einiges jünger sind, waren wir heute das routiniertere Team. Wir haben unser Spiel konzentriert und fokussiert durchgezogen. Robin ließ sich durch nichts aus dem Konzept bringen und brachte im Finale mit seinen Blocks sogar den Doppeleuropameister zum Verzweifeln!“
Für die meisten österreichischen Teams stellte die Österreichische Meisterschaft in Marchegg den Saisonabschluss dar. Xandi & Robin verlängern ihren Sommer aber bis Anfang Oktober. Sie wurden vom Österreichischen Volleyballverband in den Nationalteamkader für den Ende September auf Teneriffa stattfindenden Continental-Cup aufgenommen. Eventuell bekommen sie die Chance Österreich bei diesem wichtigen Turnier zu vertreten und für ihre Nation um ein Olympia-Ticket zu kämpfen. Xandi fühlt sich sehr geehrt: „Es ist für mich immer eine Ehre Österreich international vertreten zu dürfen. Dass wir jetzt auch bei dem Nationenkampf vielleicht für unser Land aufs Feld dürfen ehrt mich sehr. Ich freue mich schon auf die Vorbereitung darauf und hoffe, dass wir dann auch zum Einsatz kommen!“
























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